Ophelia Nick wieder in den Landesvorstand gewählt

Bewerbungsrede von Ophelia Nick für die Wahl in den Landesvorstand

Schon Martin Luther King sagte: „Noch bevor du diesen Morgen dein Frühstück beendet hast, bist du auf die halbe Welt angewiesen.“

Wir wünschen uns gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher, die mit ihrem Einkauf die Welt beeinflussen.

  • Die sich nicht im Kleidungsdiscounter mit Billigware eindecken
  • Die bevorzugt Bio einkaufen.
  • Die nicht im Internet sondern im Buchladen ihr Buch kaufen.

 

Aber sind wir mal ehrlich, wer von uns verhält sich immer perfekt und kauft sozial, klimafreundlich, unter Aspekten des Tierwohls, plastikvermeidend usw.  ein?

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

der Anspruch der meisten Verbraucherinnen und Verbrauchern ist Kleidung, die unter guten sozialen Bedingungen hergestellt wird.

Wir wünschen uns, dass die technischen Geräte ressourcenschonend hergestellt und langlebig sind. Wir wünschen uns eine Wirtschaft die nicht ausbeutet, die rohstoff- und energiearm produziert. Wir wünschen uns gesunde, von Medikamenten und Chemie freie Lebensmittel. Wir wünschen uns eine Landwirtschaft, die Gewässer und Böden nicht belastet und Arten schützt.

Wir GRÜNEN sind der Einstellung vieler Bürgerinnen und Bürger, vieler Wählerinnen und Wähler sehr nah. Das zeigt sich aber nicht an unseren Umfragewerten. Sollte es aber und dafür steht die nächste Zeit im Landesvorstand!

Wir Grünen können mehr! Und das sollten wir auch selbstbewusst zeigen, liebe Freundinnen und Freunde! Wir können auf unsere aktuellen Ideen, unsere Detailwissen, unser Beharren, stolz sein. Mehr als 400 Anträge bei Antragsgrün! Gehen wir mit unserer Politik –  mit unserem modernen, nachhaltigen, freiheitlichen und menschlichen Anspruch in die Offensive.

Unsere Entwürfe von der Zukunft sind durchdacht. Wir stehen dabei nicht für einzelne Themen, wir denken Themen zusammen: Wirtschaft und Umwelt, Freiheit und Sicherheit, Mobilität und Klimaschutz  –  all das schließt sich nicht aus, sondern ist ohne das andere nicht denkbar.

Wir sind nicht bequem. Wir schießen ab und zu über das Ziel hinaus, in der berechtigen Sorge zu viel auf diesem Planeten zu zerstören. Schnell werden wir als Verbotspartei bezeichnet, als Moralapostel.

Wir verbrennen im Moment die Ressourcen unsere Erde, wie ein großes Feuerwerk. Die Endlichkeit scheint für viele unvorstellbar.

Der Kreislaufgedanke ist uns abhandengekommen. Als Landwirtschafts-politikerin sieht man, welche Ausmaße das dann annehmen kann: Riesige urwaldverdrängende Sojafelder in Südamerika und Gülleseen in Deutschland, Algenschwemmen im Meer, multiresistente Keime mit Todesfolgen. Übermaß in der westlichen Welt und Hunger und Armut in sog. Dritten Welt Ländern.

Gebracht hat das unserer Landwirtschaft nichts.

Das immer billiger und immer mehr, hat die Milchbäuerinnen und Bauern in eine existenzielle Krise geführt. Hier schlägt knallhart eine liberalisierte Marktwirtschaft zu, die viele bäuerliche Familienbetriebe zum Aufgeben zwingt. Milch gibt es zurzeit zu viel auf der Welt und ist billiger als Wasser.

Wir GRÜNEN stehen dabei klar an der Seite der Bäuerinnen und Bauern. Wir kämpfen mit Ihnen für eine Landwirtschaft, die gesund und nachhaltig ist und von dem man leben kann. Bei der Tierwohl, Umweltschutz und Biodiversität eine Rolle spielt.

Mein Name ist Ophelia Nick, ich habe das Votum des Kreises Mettmanns, der LAG Wald Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und das 1. Frauenvotum des Bezirksverbandes Niederrhein Wupper.

Die kommende Zeit im Landesvorstand bedeutet Programmarbeit, und die Vorbereitung des Landtags- und Bundestagswahlkampfes. In der Überzeugung, dass wir GRÜNEN die richtigen Ideen für die Zukunft unseres Landes haben und dieses den Wählerinnen und Wählern zu zeigen, will ich mein ganzes Wissen als Tierärztin und als Agrarpolitikerin in den nächsten zwei Jahren einsetzten und werbe um Eure Unterstützung.

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